Warum wir Zero Waste leben und was das eigentlich ist

Mein Mann und ich leben wastefree. Oder versuchen es zumindest. Aber was heißt das eigentlich und wie funktioniert das überhaupt? Heute habe ich dazu mal ein paar Fragen und Antworten zusammengestellt.
Was bedeutet eigentlich Zero Waste?

Frei übersetzt bedeutet es „Null Müll“. Generell geht es um die Vermeidung von Verpackungsmüll, insbesondere Plastik. Jedoch hat auchjeder seine eigene Auslegung. Manch einer verbindet damit gleichzeitig ein veganes Leben. Andere leben minimalistischer oder kaufen nur noch Bio Produkte.
Für uns bedeutet es, achtsam mit Ressourcen umzugehen. Gegenstände und Verpackungen, besonders aus Plastik, versuchen wir zu vermeiden. Das funktioniert nicht immer, ist für uns aber auch nicht schlimm. Gleichzeitig leben wir minimalistischer. Wir kaufen nur Dinge die wir wirklich zum Leben brauchen. Das betrifft Lebensmittel aber auch Kleidung und die vielen kleinen Dinge die man hin und wieder erwirbt.
Wie lange macht ihr das schon und warum?

Angefangen haben wir schon 2015. Auf YouTube sind wir zufällig auf ein Video von Lauren Singer gestoßen. Die Amerikanerin ist Vorreiterin auf diesem Gebiet und hat mittlerweile eine eigene Firma die nachhaltige (Haushalts-) Produkte vertreibt. In diesem Video erzählte sie, wie sie es geschafft hat in einem Jahr nur so viel Müll zu produzieren, wie in ein Einmachglas passt. Erst da fiel uns auf, wieviel Müll wir selber produzieren. Besonders nach dem Wocheneinkauf, war die Tonne immer blitzschnell voll. Ehrlich gesagt hat uns das einfach genervt. :D
Überlegungen, dass es unserer Umwelt schadet kamen bei uns erst nach und nach auf.
Also habt ihr jetzt gar keinen Müll mehr?

Schön wär‘s. ;) 
Doch die Umstellung auf ein möglichst verpackungsfreies Leben ist ein langwieriger Prozess. Auch das haben wir gelernt. Wer versucht zu viel in zu kurzer Zeit umzustellen, verfällt schnell in alte (schlechte) Muster und Gewohnheiten. Den größten Anteil an Verpackung machen bei uns noch Wurst- und Käseverpackungen aus, da wir nicht vegan leben. Daran wollen wir als nächstes arbeiten. Müssen wir etwas in Verpackung kaufen, wählen wir Produkte in Gläsern oder Papierverpackungen, denn die sind recyclebar.
Aber ist das nicht auch teuer?

Ja, das stimmt. Und auch nicht. Durch die Umstellung kaufen wir bewusster ein. Auch die Orte an denen wir einkaufen haben sich geändert z.B. beim Bauern oder im Unverpackt Laden. Die Lebensmittel haben dort oft Bioqualität. Das ist teuer. Da wir aber mehr auf Qualität statt Quantität achten, kaufen wir auch weniger. Das gilt auch wieder nicht nur für Lebensmittel sondern auch für Kleidung und Kleinigkeiten. Weniger ist hier für uns mehr.
Der Weg in ein völlig verpackungsfreies Leben ist also noch sehr lang. Wichtig ist uns aber, dass es nicht stressig wird. Denn die geänderten Gewohnheiten wollen wir ja beibehalten. Es bleibt also spannend. :)

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Kommentare: 4
  • #1

    nancy (Dienstag, 29 Mai 2018 22:35)

    hallöchen große! ich finde diesen Artikel richtig gut und es hat mir viel freude bereitet ihn zu lesen. Du weisst ich selbst lebe nicht gerade nach dem motto, finde aber toll wie du es umsetzt und darüber berichtest:) ich ffreue mich schon auf den nächsten Artikel ' :*

  • #2

    Jenny (Samstag, 02 Juni 2018 09:21)

    Hey Kleine, ;)
    freut mich, dass es dir gefällt. Der nächste Artikel ist schon in Arbeit. :)
    :*

  • #3

    Sonja (Samstag, 09 Juni 2018 09:51)

    Hallo Jenny, auch ich finde deinen Artikel über „Zero Waste“ sehr gut und arbeite auch daran weniger Müll zu probieren. Durch meine Ernährungsumstellung auf immer mehr Veganer Kost gehe ich öfter auf dem Markt oder im Bioladen einkaufen. Dadurch habe ich automatisch weniger Müll. Sicherlich kann man weiter man daran arbeiten!
    So freue ich mich schon auf unseren Besuch im „unverpackt Laden“�

  • #4

    Sonja (Samstag, 09 Juni 2018 09:52)

    Muss natürlich produzieren und nicht probieren heissen�